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Ich verstand, worum es bei dieser besonderen Anwendung von NLP ging: um eine andere Dimension als die der persönlichen Bequemlichkeit. Eine Freiheit zu erleben, die sich jenseits von Glücklichsein befindet. Zu einem Seinszustand zu gelangen, der sich hinter den Identitätsstrukturen befindet. Oder zumindest die Mechanismen ans Tageslicht zu befördern, welche mein Ego, meine Identität aufrechterhalten, all das also, was es mir unmöglich macht, die alles verbindende Struktur wahrzunehmen, von der Gregory Bateson, einer der Vorreiter von NLP, spricht.
Die Landkarte ist nicht die Landschaft; Begriffe sind nicht das, worüber wir sprechen. Hinter diesen einfachen Worten von Alfred Korzybski, Begründer der General Semantics und ein weiterer Vorläufer von NLP, versteckt sich eine lebbare Evidenz, die sich unmittelbar auf das Nichtnennbare, auf das Nichtgetrenntsein bezieht. Wir lesen die Geschehnisse des Moments mit unseren Sinnen, die weit davon entfernt sind, all das wahrzunehmen, was existiert, und die noch weniger dazu imstande sind, das wahrzunehmen, was nicht existiert.
Unsere fünf Sinne - ebenso wie unsere Meinungen, unsere Urteile und unsere Überzeugungen - sind Wahrnehmungsfilter und erschaffen Vorwegannahmen und Vorurteile. Gleichzeitig glauben wir felsenfest, daß wir den anderen und die Umwelt so wahrnehmen, wie sie wirklich sind, nämlich so, als ob wir sie ungefiltert wahrnähmen. Diese von Grund auf irrige Vorannahme führt automatisch zu "Lesefehlern" und verhüllt uns vor allem eine "unerträgliche Wahrheit: Die Landschaft (die eigentliche Natur der Dinge und der Menschen) bleibt für immer unfaßbar. Unerträglich und unzugebbar, solange wir nicht die Grenzen unserer Identität gesprengt haben. Nur der existentielle Zugang (die Dimension jenseits von Repräsentationen, jenseits von Glaubenssystemen und frei von jeglicher Be-ur-teilung, d.h. ohne jegliche Filterung) zum Unnennbaren, zum Nichtverstehbaren, kann uns das Mysterium des Lebens enthüllen. Dies ist es, was Freiheit bedeutet, aber hier im Sinne von Befreiung von sich selbst: es akzeptieren, sich aufzugeben (im eigentlichen Sinne und nicht emotionell), alles loszulassen. Angefangen mit allem Wissen, allem Angehäuften, allen Repräsentationen. Vom Wissen - das nur allzuoft rein enzyklopädisch ist - überzugehen zum Hier und Jetzt, das sich voll bewußt in jedem Moment lebt. Das Erleben einer zweiten Geburt, der des Essentiellen Wertes: der staunende und ungläubige Erforscher des unaufhörlichen Lebensspiels zu werden: des Lebens, wie es ist. Und nicht des Lebens, wie ich es gerne hätte.
Die Dimension der vorsinnlichen Wahrnehmung wird für den, der die Freiheit sucht, eine exemplarische Validierung dessen, was er schon seit jeher ahnte.